Unser neuer Blog zum Thema Schulalltag und Zahnputzroutine ist online. Lesen Sie gleich mal rein.
Unser neuer Blog zum Thema Schulalltag und Zahnputzroutine ist online. Lesen Sie gleich mal rein.

Sport mit Zahnspange? Aber sicher!

In den Sommerferien ist endlich mehr Zeit für Fußball, Feriencamp, Skatepark, Reiten oder eine Runde mit dem Mountainbike. Eine Zahnspange muss dabei nicht bremsen. Kinder und Jugendliche können während der kieferorthopädischen Behandlung ganz normal Sport treiben. Bei Aktivitäten, bei denen es zu Zusammenstößen, Stürzen oder Treffern im Gesicht kommen kann, gehört allerdings ein geeigneter Mundschutz zur Ausrüstung.

Warum ein Mundschutz so wichtig ist 

Ein Ball, ein Ellbogen oder ein Sturz: Oft reicht ein kurzer Moment, um einen Zahn zu beschädigen. Zähne können abbrechen, sich lockern oder verschieben. Bei einer festen Zahnspange kommt ein weiteres Risiko hinzu. Brackets und Bögen können bei einem Aufprall gegen Lippen oder Wangen drücken und dort Verletzungen verursachen. Auch Teile der Spange können sich lösen oder verbiegen.

Ein gut sitzender Sportmundschutz dämpft den Aufprall und verteilt die Kräfte. Gleichzeitig bildet er eine weiche Barriere zwischen Zahnspange und Weichgewebe. Verletzungen lassen sich damit nicht vollständig ausschließen, ihr Risiko und ihre Schwere können jedoch deutlich reduziert werden.

Nicht nur beim Boxen sinnvoll 

Dass beim Boxen, Eishockey oder bei Kampfsportarten ein Zahnschutz sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Doch auch bei vielen anderen Sportarten können Zähne und Zahnspange gefährdet sein, zum Beispiel: ·      

  • bei Fußball, Handball oder Basketball durch Bälle, Zusammenstöße oder Ellbogen,·      
  • beim Skateboarden, Inlineskaten oder Mountainbiken durch Stürze,·      
  • beim Turnen oder Reiten durch einen unglücklichen Aufprall. 

Entscheidend ist deshalb weniger der Name der Sportart als die Frage: Wie wahrscheinlich sind Körperkontakt, hohe Geschwindigkeit, ein Sturz oder ein Treffer im Gesicht? Ist das Risiko erhöht, sollte ein Mundschutz getragen werden – beim Wettkampf ebenso wie im Training, im Schulsport oder im Feriencamp.

 

Was gilt bei einer festen Zahnspange?

Ein gewöhnlicher Mundschutz eignet sich nicht automatisch für das Tragen über Brackets und Bögen. Sitzt er zu eng, kann es unangenehm drücken, schlecht halten oder die Zahnspange belasten. Ein Mundschutz für feste Zahnspangen ist deshalb etwas großzügiger gearbeitet. Er bietet Platz für die Brackets und berücksichtigt, dass sich die Zähne während der Behandlung bewegen.

Wichtig ist, nicht einfach irgendein Modell zu kaufen und selbst möglichst eng anzupassen. Besonders Mundschutze, die in heißem Wasser erwärmt und anschließend an die Zähne angeformt werden, sind bei einer festen Spange nicht immer geeignet. Welche Variante zur Sportart und zur aktuellen Behandlungsphase passt, sollte mit der Kieferorthopädin besprochen werden

Da sich Zahnstellung und Kiefer im Laufe der Behandlung verändern, muss auch der Sitz regelmäßig kontrolliert werden. Ein neuer Mundschutz kann nötig sein, wenn er: ·      

  • unangenehm drückt,·      
  • Risse oder andere Schäden aufweist,·      
  • nicht mehr sicher hält,·      
  • keinen ausreichenden Platz für die Zahnbewegungen bietet.

Lose Zahnspange oder Aligner: raus beim Kontaktsport 

Eine herausnehmbare Zahnspange oder ein Aligner ersetzt keinen Sportmundschutz. Bei Kontaktsportarten und Aktivitäten mit erhöhtem Sturz- oder Aufprallrisiko werden sie vor dem Sport herausgenommen. Stattdessen kommt ein passender Zahnschutz zum Einsatz. 

Die Zahnspange oder die Aligner gehören in dieser Zeit in ihre stabile Aufbewahrungsbox – nicht lose in die Sporttasche, in die Hosentasche oder in ein Taschentuch. So gehen sie nicht verloren und werden nicht beschädigt. Nach dem Sport werden die Zähne, wenn möglich, kurz gereinigt oder zumindest gründlich mit Wasser gespült, bevor die Spange/der Aligner wieder eingesetzt wird.

Der Mundschutz gehört auch ins Training 

Viele Zahnverletzungen passieren nicht im entscheidenden Spiel, sondern beim normalen Training oder spontanen Kicken mit Freunden. Der Sportmundschutz sollte deshalb immer dabei sein und konsequent getragen werden, sobald ein entsprechendes Risiko besteht. 

Gerade in den Ferien, wenn Kinder und Jugendliche neue Sportarten ausprobieren oder an Camps teilnehmen, lohnt sich vorab ein kurzer Check: ·      

  • Sitzt der Zahnschutz noch richtig?·     
  • Ist er unbeschädigt und sauber?·      
  • Ist die Aufbewahrungsbox eingepackt?·      
  • Wissen die Trainerinnen und Trainer, dass eine feste Zahnspange getragen wird?

Nach dem Sport wird der Mundschutz mit kaltem oder lauwarmem Wasser abgespült und regelmäßig mit einer weichen Zahnbürste gereinigt. Heißes Wasser und direkte Sonne können das Material verformen. Am besten trocknet er in einer belüfteten Box.

Was tun, wenn doch etwas passiert?

Auch mit guter Ausrüstung lässt sich ein Unfall nicht immer verhindern. Nach einem Schlag oder Sturz sollte der Sport zunächst unterbrochen und der Mund kontrolliert werden.

Eine zeitnahe zahnärztliche oder kieferorthopädische Abklärung ist wichtig, wenn: ·      

  • ein Zahn locker, abgebrochen oder verschoben ist,·      
  • die Blutung stärker ist oder nicht nachlässt,·      
  • sich ein Bracket gelöst hat,·      
  • der Bogen verbogen ist oder sticht,·      
  • starke Schmerzen auftreten. 

Sport und Zahnspange lassen sich gut verbinden – mit dem richtigen Schutz und ein wenig Vorbereitung.

Ihr Kind betreibt eine Sportart mit Körperkontakt oder erhöhtem Verletzungsrisiko? Sprechen Sie uns beim nächsten Termin an. Wir beraten Sie gerne, welcher Mundschutz für die Zahnspange, die Sportart und die aktuelle Behandlungsphase geeignet ist. 

Kontaktieren Sie uns

Termine

Wir bitten Sie, vereinbarte Termine zuverlässig einzuhalten. Sollten Sie verhindert sein, sagen Sie bitte spätestens 48 Stunden vorher ab. So können wir den Termin an anderen Patientinnen und Patienten vergeben, die dringend darauf warten. Nicht rechtzeitig abgesagte Termine müssen wir leider in Rechnung stellen.


Franz-Schubert-Straße 37/1. Stock
4840 Vöcklabruck

Sie erreichen uns sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinie 721,723). Es sind nur wenige Gehminuten von der Haltestelle Bezirkshauptmannschaft bis zu unserer Praxis.

Zum Parken stehen die öffentlichen Parkmöglichkeiten zur Verfügung.