Zähneknirschen bei Kindern: Lesen Sie jetzt unseren neuen Blogartikel
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Kieferorthopädie DDr. Birgit Schustereder

Zähneknirschen bei Kindern: Ursachen und Tipps

Hören Sie Ihr Kind nachts mit den Zähnen knirschen? Das Geräusch kann ziemlich unangenehm sein, nicht wahr? Ein raues Reiben oder Mahlen, das im stillen Zimmer besonders laut wirkt. Verständlich, wenn Sie sich fragen, ob das normal ist oder den Zähnen schadet. Zähneknirschen kommt bei Kindern recht häufig vor.

In der Zahnmedizin spricht man von Bruxismus. Gemeint ist damit das Reiben, Pressen oder Knirschen der Zähne, meist unbewusst und oft im Schlaf. Bei vielen Kindern tritt es nur vorübergehend aufund verschwindet wieder von selbst. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, besonders wenn das Knirschen häufig vorkommt oder Beschwerden auftreten. 

Warum knirschen Kinder mit den Zähnen? 

Bei Kindern fällt Zähneknirschen in Phasen, in denen sich im Mund viel verändert: Milchzähne fallen aus, bleibende Zähne kommen dazu, der Biss entwickelt sich weiter. Ob das Knirschen damit zusammenhängt oder andere Faktoren eine Rolle spielen, lässt sich bei einer Kontrolle besser einschätzen.  

Auch Anspannung kann eine Rolle spielen. Kinder verarbeiten im Schlaf viel: neue Eindrücke, aufregende Tage, Konflikte, Leistungsdruck oder Veränderungen im Alltag. Das heißt nicht automatisch, dass etwas „nicht stimmt“. Manchmal zeigt der Körper einfach, dass gerade viel los ist.

Daneben können auch Schlafprobleme, Mundatmung, ein ungünstiger Biss oder Beschwerden im Kieferbereich mit Zähneknirschen zusammenhängen. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur auf das Geräusch zu achten, sondern auf das Gesamtbild.

Wann ist Zähneknirschen harmlos?

Wenn Ihr Kind gelegentlich knirscht, keine Schmerzen hat, gut schläft und die Zähne unauffällig aussehen, besteht kein Grund zur Sorge. Viele Kinder knirschen phasenweise, ohne dass daraus ein Problem entsteht. 

Sprechen Sie das Thema bei der nächsten Kontrolle gern an. So können wir prüfen, ob Gebiss, Okklusion (Zusammenbiss) und Kaumuskulatur altersgerecht entwickelt sind. Oft reicht es, die weitere Entwicklung im Blick zu behalten.

Bitte lassen Sie das Knirschen abklären, wenn Sie zusätzlich eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken: •

  • Ihr Kind klagt morgens über Kiefer-, Kopf- oder Gesichtsschmerzen.•
  • Die Zähne wirken abgeschliffen, empfindlich oder beschädigt.•
  • Ihr Kind presst tagsüber häufig die Zähne zusammen.•
  • Der Schlaf ist unruhig oder Ihr Kind wacht oft auf.•
  • Beim Kauen, Gähnen oder Sprechen treten Schmerzen auf.•
  • Der Mund steht häufig offen oder Ihr Kind atmet viel durch den Mund.

Was hilft im Alltag? 

Wichtig ist vor allem: Machen Sie kein Drama daraus. Kinder knirschen nicht absichtlich. Ermahnungen wie „Hör auf damit“ helfen nachts nicht und setzen eher zusätzlich unter Druck.Besser sind ruhige Routinen am Abend.

Ein entspannter Übergang in die Nacht, weniger Bildschirmzeit kurz vor dem Schlafen und ein verlässlicher Tagesabschluss können helfen, wenn Anspannung beteiligt ist. Auch tagsüber lohnt sich ein aufmerksamer Blick: Beißt Ihr Kind beim Malen, Lernen oder Konzentrieren die Zähne fest zusammen? Dann kann ein sanfter Hinweis helfen, den Kiefer wieder locker zu lassen. 

Bei stärkeren Beschwerden oder sichtbaren Veränderungen an den Zähnen klären wir bei der kieferorthopädischen Kontrolle, ob weitere Schritte sinnvoll sind.

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Zähneknirschen bei Kindern ist nicht automatisch ein Warnsignal. Häufig ist es eine vorübergehende Phase. Gleichzeitig sollten Schmerzen, starke Abnutzung oder auffällige Schlaf- und Atemgewohnheiten ernst genommen werden. 

Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie das Knirschen einfach beim nächsten Termin an. So lässt sich besser einschätzen, was zur Entwicklung dazugehört und was genauer angeschaut werden sollte.

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